„Liebe Gemeinde! Wir haben uns heute hier versammelt um…“ → Wenn Jesus in unserem Jugendkreis vorbeikommen würde, würde er uns dann so ansprechen?
„Liebe Brüder und Schwestern im Glauben! Herzlich willkommen zu unserer heutigen Veranstaltung…“ → Wenn Jesus in unserem Jugendkreis vorbeikommen würde, würde er uns dann so ansprechen?
„Jo, ihr Checker! Ich finds voll krass, dass ihr hier ma reinguckt und die Lage auschecken wollt! High Five!“ → Wenn Jesus in unserem Jugendkreis vorbeikommen würde, würde er uns dann so ansprechen?
„Hey Janine! Hallo Christian! Tach Martin! Hi Debora! Gleeeegauf Falk! Schön, dass ihr da seid!“ → Wenn Jesus in unserem Jugendkreis vorbeikommen würde, würde er uns dann so ansprechen?
Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie Jesus uns wirklich ansprechen würde, wenn er da wäre. Vielleicht würde er uns ja auch überhaupt nicht ansprechen, sondern nur anstupsen und umarmen!
Vielleicht würde er sich vorne hinstellen und mit befehlerischem Tonfall „Frisch auf, Kameraden! Lasst uns eine Runde durch den Wald joggen!“ sagen. Oder er würde jedem ein Küsschen auf die Wange drücken, oder er würde… Moment mal!!!
Wieso spreche ich hier eigentlich ständig in der Möglichkeitsform? Wieso will ich Jesus denn aus unserem Jugendkreis ausschließen?
Was bringt mich dazu, anzunehmen, dass er mir immer nur „vom Himmel aus“ zuschaut? Was passiert, wenn er wirklich immer mit dabei ist?
„…und ich werde bei euch sein, alle Tage bis ans Ende der Welt!“ (Matthäus 28, 20)
Wenn ich mir überlege, dass er wirklich alle Tage, jede Minute, jede Sekunde meines Lebens mit mir gemeinsam verbringt, dann bekomme ich manchmal ziemliche Panik!
„Oh nein“, denke ich, „jetzt hat er das auch gesehen! Nein, diese Lüge hat er ja dann auch mitbekommen! Ich muss perfekter sein, so geht das nicht weiter!“
Ich glaube nicht, dass Jesus will, dass wir uns so unter Druck setzen. Aber ich glaube, dass er will, dass wir ehrlich zu ihm sind und dass wir versuchen, ihm immer ähnlicher zu werden.
Dass wir es nicht schaffen, immer so zu handeln, wie er möchte, das ist ihm sehr bewusst. Und er verurteilt uns wegen unserer Unfähigkeit auch nicht, sondern er will uns frei machen!
Frei von Zwängen und Ängsten, denn er ist bei uns! Er geht mit uns mit! Du hast den Stärksten auf deiner Seite! Ist das nicht schön?
Und jetzt stell dir mal vor, Jesus würde heute den ganzen Tag direkt neben dir sein: An deiner Seite in der Mathearbeit sitzen, dir beim Studieren über die Schulter schauen, aufpassen, wie du auf Arbeit elektrische Geräte überprüfst, oder dir Zuhause helfen, dass die Kinder heute mal ein bisschen ruhiger sind als sonst? Würdest du nicht auch mit ihm reden und ihm alles zeigen und erzählen wollen?
Und dann stell dir weiter vor, er würde dich fragen, ob er diese Woche mit in den Jugendkreis kommen darf… Ich glaube, er würde sich sehr freuen, wenn du auch mitgehen würdest,
und er würde dich wahrscheinlich sogar nochmal ganz persönlich in seiner Nähe begrüßen, und dich mit deinem Namen anreden. (Jesaja 43,1-3)
Ich glaube, er würde sich freuen, wenn wir als gesamter Jugendkreis, der dennoch aus wunderbaren einzelnen Originalen besteht, wieder mehr für ihn und sein Reich gemeinsam investieren würden,
wenn wir alles zusammen wieder an seinem Band ziehen würden, dem einen Band, dass uns miteinander verbindet und zusammenhält: Sein Band der Liebe.
Dein Silas Querdenker